Folgende zwei CD's sind erschienen und erhältlich zu einem Preis von 15 € pro CD: Bestellung


"German Double Reed Ensemble, Bach / Badings / Bozart / Kolbinger / Gershwin"
 J.S. Bach, Kunst der Fuge
1. Contrapunctus 1
2. Contrapunctus 7
3. Contrapunctus 12
4. Coral Vor deinen Thron tret ich hiermit

Henk Badings Trio Nr. 4
5. Allegro giocoso
6. Andante /Canto aoroso
7. Allegro / Rondino scherzando

W.A. Mozart, Dorfmusikantensextett "Ein musikalischer Spaß"
8. Allegro
9. Menuetto
10. Adagio cantabile
11. Presto

Karl Kolbinger, Trio surprise
12. Allegro moderato
13. Larghetto
14. Presto

George Gershwin
15. Rhapsody in Blue

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"German Double Reed Ensemble, Gershwin / Wranitzky / Gilkyson / Mussorgsky"
George Gershwin
1. Porgy and Bess Medley

Anton Wranitzky, Trio in C
2. Adagio
3. Allegro
4. Andante
5. Menuetto
6. Rondo-Allegro

Terry Gilkyson
7. Ballu's Song aus "Das Dschungelbuch"

Modest Mussorgsky, Bilder einer Ausstellung
8. Promenade
9. Der Zwerg
10. Promenade
11. Das alte Schloss
12. Promenade
13. Streit der Kinder nach dem Spiel
14. Promenade
15. Ballett der nicht ausgeschlüpften Küchlein
16. Samuel Goldenberg und Schmuyle
17. Der Marktplatz
18. Die Katakomben
19. Mit den Toten in einer toten Sprache
20. Die Hütte it Hühnerfüßen
21. Das große Tor von Kiew



Das German Double Reed Ensemble spielt Werke von:

Johann Sebastian Bach (1685-1750) schuf in seiner Kunst der Fuge BWV 1080 einen Zyklus von vierzehn Fugen und vier Kanons. Abgesehen von der unvollendeten Schlussfuge stellen die Fugen Varianten („Kontrapunkte“) des Grundthemas in d-moll dar, das in der ersten Fuge, dem Contrapunctus 1, vorgestellt wird. Bach verwendet im Zuge dieser Variierung verschiedene Fugenarten in ihren herkömmlichen Verarbeitungsformen. In dieser Aufnahme sind neben der Grundfuge auch Gegenfuge Contrapunctus 7 (mit Vergrößerung und Verkleinerung des Themas), der erste Teil der Spiegelfuge Contrapunctus 12 (Fuge, die im zweiten Teil vollständig umgekehrt wird) und der abschließende Choral (BWV 668) zu hören. Bach hat die Fugen in Partiturform notiert, jedoch keine Angaben zur Instrumentierung des Werkes hinterlassen. Das German Double Reed Ensemble spielt eine Version für Oboe, Englisch Horn, Heckelphon und Fagott.

Henk Badings (1907-1987) zählte zu den führenden Komponisten des 20. Jahrhunderts in den Niederlanden. Er bildete sich autodidaktisch aus und wurde 1962 zum Professor für Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart ernannt. Das umfangreiche Schaffen des mit namhaften Auszeichnungen geehrten Komponisten umfasst Werke aller Gattungen. Hierbei ist der Einfluss von Paul Hindemith als Vorbild ist unverkennbar. Das dreisätzige Trio Nr. 4 für zwei Oboen und Englisch Horn, komponiert 1946, besteht in Form und Struktur aus traditionellen Elementen. Die von schelmischem Witz gerägten virtouosen Rahmensätze bilden in ihrer spielerischen Heiterkeit einen Kontrast zur seufzenden Melancholie des kantablen und expressiven Mittelsatzes.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) komponierte das berühmte viersätzige Dorfmusikantensextett „Ein musikalischer Spaß“ KV 522 im Jahre 1787 für zwei Hörner und Streicher. Mozart scheint dieses Sextett aus der Sicht eines nur mäßig begabten Komponisten verfasst zu haben, dem es an handwerklichen Fähigkeiten und Einfällen fehlt: Dieser versucht sich an der sinfonischen Form, wobei ihm jedoch immer wieder dilettantische Fehler unterlaufen. Zielscheibe des derben Spaßes sind auch die aufführenden Musiker, die sich beispielsweise „verspielen“ – deutlich hörbar im zweiten Satz (Menuett). Dieses Werk bot sich für Rainer Schottstädt in idealer Weise an, für Doppelrohrblattinstrumente in Sextettbesetzung bearbeitet zu werden.

Karl Kolbinger (1921) war zwischen 1947 und 1984 als Solofagottist bei den Münchner Philharmonikern und im Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks tätig und hatte eine Professur für Fagott an der Münchner Hochschule für Musik inne. Schwerpunkt seines kompositorischen Schaffens ist die Erarbeitung von Werken für Holzbläser, vor allem in den Besetzungen Duo, Trio, Quartett und Quintett. Sein dreisätziges Werk Trio Surprise für Heckelphon, Fagott und Kontrafagott aus dem Jahre 1996 ist ebenso traditionell gearbeitet wie das Stück von Henk Badings und teilt auch dessen Witz, der hier jedoch bisweilen eher grimmig und bissig erscheint, was in der Melodik, Harmonik und in den klanglichen Eigenschaften der „tiefen“ Instrumente begründet liegt. Charakteristisch für dieses kleine Werk sind u.a. überraschende Wechsel von unterschiedlichen Rhythmus-Mustern und Taktarten.

 George Gershwin (1898-1937), musikalisch früh geprägt durch die Berührung mit amerikanischer großstädtischer Unterhaltungsmusik, komponierte seine mit Jazz- und Blues-Elementen durchzogene Rhapsody in Blue im Jahre 1924 für zwei Klaviere als Versuch, in der Form sinfonischen Jazz zu schreiben und dadurch die gegensätzlichen Musikstile Klassik und Jazz zu verbinden. Noch in demselben Jahr wurde Gershwins Manuskript vom Arrangeur Ferde Grofé für die Premiere orchestriert (auch das Heckelphon war miteinbezogen). Allerdings wird heutzutage seine Orchesterfassung von 1942 am häufigsten gespielt. Charakteristisch für die Form des Werkes ist primär eine rhapsodisch lockere Reihung origineller Themen. Der berühmte Beginn war von Gershwin ursprünglich als Klavier-Triller mit rasch aufsteigendem Tonleiterlauf komponiert worden. Bei einer Orchesterprobe spielte der Klarinettist aus Spaß den Tonleiterlauf als Glissando, woraufhin Gershwin diese Variante dann in die Partitur übernahm.